Wasserdichter Keller

 

 

Oft reicht schon ein heftiges Unwetter mit viel Regen aus, um viele Keller unter Wasser zu setzen. Herrscht Hochwasser, dann laufen selbst Keller voll, die dem Regenwasser standhalten. Ein Erfinderteam aus dem Schwarzwald hat einen Keller konstruiert, der absolut dicht hält. Das beweist ihr Musterkeller sehr eindrucksvoll: Er steht seit sieben Jahren unter Wasser und lässt keinen Tropfen durch.

Blick von oben in eine Baugrube. darin steht ein quaderförmiger Betonbau. Die Kanten des Baus sind mit schwarzen Streifen versehen.; Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK Blick auf den unteren Teil eines Hauses. Es steht bis zur Hälfte der Kellerfenster im Wasser.; Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK Nahblick auf die schmale Seite einer Betonwand. Sie ist innen hohl. Der Hohlraum ist mit einem Geflecht aus Stahlstreben gefüllt. ; Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
 

Gewappnet gegen viele Fälle

Der wasserdichte Keller ist für drei sogenannte Lastfälle zugelassen: Er schützt gegen Bodenfeuchte, zeitweise aufstauendes Sickerwasser und gegen drückendes Wasser. Das gelingt durch spezielles Material und eine ganz besondere Bauweise. Bodenplatte, Wände und Decke des Kellers sind aus einem Beton hergestellt, der wegen seines hohen Zementanteils wasserdicht ist. Die Deckenwände haben beim Bau des Kellers Hohlräume, die zunächst oben offen bleiben. Nachdem die Wände auf die Bodenplatte montiert und die Decke aufgesetzt ist, wird in die Hohlräume der Wände wasserdichter Beton eingefüllt. Mit ihm wird auch die gesamte Decke belegt. So entsteht eine zusammenhängende, wasserundurchlässige "Haut", die den gesamten Keller umschließt. Die Stoßnähte der Wandelemente werden zusätzlich versiegelt – mit einem Vlies und einer speziellen Masse auf Basis von Bitumen. Und auch der Anschluss zur Bodenplatte wird auf diese Art versiegelt. So entsteht ein Keller, bei dem Wasser absolut keine Chance hat. Die Erfindung haben sich die Entwickler aus dem Schwarzwald mit mehreren Patenten schützen lassen.